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 Meine Mittelaltergeschichte (in Bearbeitung)

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Sherlock Holmes
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BeitragThema: Meine Mittelaltergeschichte (in Bearbeitung)   September 5th 2012, 10:39 am

Wir schreiben das Jahr 1317. Der silbrige Schein des Mondes scheint in unser Dorf Gharun, bis in mein Zimmer hinein. Auf meinem weißen Haar spiegelte sich der Mondschein in einem mystischen lila Farbton.
Ich schlug schweißgebadet meine Augen auf und zog meine Leinendecke schnell bis zu meinen Lippen hoch. „Schon wieder ein Alptraum.“ Bemerkte ich und verdrehte die Augen.
Dann deckte ich meinen verschwitzten Körper auf und verließ mein altes Bett aus Holz und Stroh. Leichenblass stand ich in dem kleinen Zimmer, welches ich als mein eigen bezeichnen durfte. In diesen Zeiten solch einen Luxus zu haben, war wirklich selten.
Ich versuchte mich an Einzelheiten dieses Traumes zu erinnern, da er mich bereits seit zwei Monaten heimsuchte. Dabei ging ich gedankenverloren zu meinem einzigen Fenster und sah auf das leere Marktgelände unseres Dorfes.
In mir tauchten Bilder von einem Reiter in schwarz und einem genauso düsteren Ross auf.
Der Reiter trug eine schwarze Rüstung, ein Schild mit dem Emblem eines Drachen und war mit Schwert und Axt bewaffnet. Zusammen mit seinem Lasttier tauchte er bei einem großen Turnier auf, dort besiegte all seine Gegner und wählte zum Abschluss, beim Lanzenexodus alle übrigen Gegner. So etwas war noch niemals geschehen!
Unter den übrigen vier Männern waren auch zum einen mein Freund und Mentor Fayen van Horus, ein edler Ritter und ebenso Adelsmann, der mich vor 10 Jahren als seinen Schüler wählte, mich einen normalen Jungen eines Schmiedes.
Zum anderen erkannte ich auch das Gesicht von König Ulfric of Yeshtwind, wie der Titel erahnen lässt, ist er blaublüter und seit fast 15 Jahren König von Yeshtwind.
Doch an weiteres konnte ich mich nicht erinnern. Es war, als würde mich jemand in einen düsteren Stall stellen und nur kurzzeitig Öllampen den Raum aufhellen lassen. Es fehlten zu viele Fragmente um den Traum erneut ablaufen zu lassen. Doch umso öfter ich diesen Traum hatte, desto besser konnte ich mich daran erinnern. Irgendwie Sonderbar.

Dann wichen meine Gedanken ab und wandten sich an unseren König Ulfric den Ersten.
Er übernahm das Amt von König Willhelm IV, als dieser im Kampf um unsere Stadt und sein Reich umkam. Trotz dieses unbeschreiblichen Verlustes konnten sich unsere Truppen den Sieg und die Sicherheit unseres Landes sichern.
Nun, als unser König starb, war ich gerade erst drei Jahre alt. Ich selbst kann mich an den damaligen König nicht erinnern, doch mir wurde einiges erzählt. Auch, dass Ulfric ständig den Thron seines älteren Bruders anstrebte, es ihm aber aufgrund der Thronfolge nicht gestattet wurde seinen älteren Bruder zu überspringen. Dass er doch, nach nur sieben Jahren König werden sollte, konnte wohl keiner ahnen.
Ich selbst hätte so viel Verantwortung nicht auf meinen Schultern lasten haben wollen. Ich wusste nicht einmal, ob ich damit überhaupt umgehen konnte und das Volk mich dann verschmähen würde. Das wäre wohl meine größte Angst.
Aber das waren nicht meine Sorgen, sondern die des Königs. Ich war lediglich Sohn eines Schmiedes und, worauf ich wirklich stolz war, Lehrling des Ritters, Fayen van Horus.
Ich lebe hier in Gharun, so weit meine Erinnerungen zurück reichen konnten, doch auch hier in diesem kleinen Dorf verbreiten sich die Gerüchte sehr schnell.
Den König von Yeshtwind scheint sein Volk nicht sonderlich zu interessieren. Ihm ist nur das Geld seiner Untertanen und das Ansehen anderer Adelsmänner wichtig. Viele Menschen behaupten, dass nun die Zeit gekommen war, jemand neues, jemand würdigeren auf den Thron zu setzten.
Es war fast eine Schreckensherrschaft, die König Ulfric hier vollzog, doch niemand wollte sich gegen ihn stellen. Die Strafe, sich gegen den König zu wenden war viel zu hoch. Es würde einen das Leben kosten und ebenso das Leben seiner Familie.
Mein Vater erzählte mir, dass Ritter Fayen fast selbst wegen diesem Grund getötet worden wäre, da er die Herrschaft von Ulfric nicht annehmen wollte und auf die Thronfolge wies. Das bedeutete, dass nun der einzige Sohn des verstorbenen König seinen Platz einnehmen sollte, doch nur kurz nach diesen Worten wurde das Kind des Königs für entführt erklärt. Jemand wollte wohl nicht, dass die Krone an diesen Jungen weitergereicht wurde. Einige behaupten bis heute, dass Ulfric selbst etwas mit der Entführung zutun haben soll, doch andere behaupten einen Ritter gesehen zu haben, der den Jungen mitnahm um ihn vor den Attentätern, die zuvor das Kindermädchen töteten, zu schützen. Wem Glaube zu schenken ist, kann ich nicht sagen, man sollte das wohl lieber selbst entscheiden. Was ich aber sicher weiß ist, dass der Prinz in ganz Cyrigen als Tot gilt. Niemand hat jemals wieder etwas von dem enzigen Sohn des König Willhelm Zachary den IV gehört hat.
Nun, Fayen van Horus war ein guter Freund von Willhelm den IV gewesen. Es heißt, dass er mit ihm im Krieg gewesen war und hilflos mit ansehen musste, wie König Willhelm getötet wurde.
Ich habe Sir Fayen selbst einmal danach gefragt und er behauptete nur, dass er den Sohn des Königs ausfindig machen und ihn an seinen richtigen Platz führen würde, egal wie lange e suchen musste. Da dieser aber nur als Kleinkind gesehen wurde und mittlerweile schon ein Mann von achtzehn Jahren sein musste, falls er denn noch lebte, war es sehr unwahrscheinlich ihn zu finden. Trotzdem schwor ich meinem Freund und Meister, dass ich ihm dabei helfen würde.

Ich sah aus dem Fenster und konnte zwischen zwei Häusern, am Horizont, die ersten Sonnenstrahlen erblicken. Müde war ich nicht, mein Geist war nun vollkommen wach und da die Sonne bereits in wenigen Stunden aufgehen würde, hatte ich auch nicht das Bedürfnis um mich wieder schlafen zu legen. Ich zog mir geschwind mein Gewand an, schnallte mir mein Trainingsschwert um und versuchte leise das Haus durch unseren Hinterausgang zu verlassen, da sich dort eine schmale Gasse befand, die direkt zu den Feldern führte, auf denen ich mit Strohballen trainieren konnte.
Natürlich wusste ich, wann ich wieder zurückkehren musste, damit ich zu meinen Dienst bei meinem Vater in der Schmiede nicht zu spät kommen würde. Die Uhrzeit konnte ich, dank meines Lehrers und Freundes Sir Fayen, an dem Standpunkt der Sonne ablesen.

Ich wusste nicht, warum mich dieser Traum von dem düsteren Reiter ständig verfolgte, aber so langsam verunsicherte mich das schon. Auf die „Strohpuppe“ schlug ich mit meinem Trainingsschwert ein und übte an meinen Kampfbewegungen.
Ich stellte mir vor, diese Puppe sei dieser Ritter und ich würde ihn endlich zu einem letzten Kampf herausfordern.
Ich wich der düsteren gestalt und seinem Flammenschwert mit einer schnellen Bewegung aus und griff mit einem soliden Handschwung an. Ich wich knapp seiner Axt aus und sprang mit einem schnellen Salto nach hinten, darauf stürmte ich los und rammte ihm mein Schwert frontal gegen die Rüstung, doch er trug keinen Schaden von sich. Seine finstere Lache tauchte auf und sogleich entwaffnete er mich mit einer simplen Handbewegung. Er wollte eben zustechen, als eine Klinge neben meinem linken Ohr auftauchte und meine Kehle sachte berührte. Schnell war ich wieder in der Realität und blieb regungslos stehen.

„Soweit recht gut, doch Ihr solltet auf Eure Deckung achten Aaron. Eure Augen müssen überall sein, Ihr müsst darauf achten, wer sich hinter euch befindet, sonst endet der Kampf schneller als erwartet.“
Ich lachte, als ich seine Stimme erkannte und drehte mich um. Es war Sir Fayen van Horus.

„Woher wusstet Ihr, dass ich hier bin Fayen?“
Dieser Mann war wirklich ein wunderbarer Mensch, er hatte ein gutes und riesengroßes Herz. Fayen war immer für mich da gewesen, sowohl in gefährlichen Situationen des Kampfes, als auch in traurigen Zeiten inder ein dichter Nebel meine Gedanken umhüllte. Uns verband ein unsichtbares Band der Freundschaft. Eigentlich war es selten, dass man seinen Meister, wie einen Freund, mit dem Vornamen ansprach, aber mir gestattete er dies. Da die Form des „DU“ sowieso sehr selten war und nicht einmal in der Familie genutzt wurde, bestand auch er darauf dies nicht zu tun, doch mir hatte er diese seltene Form erlaubt. Was das zu bedeuten hatte, war mir unklar, so blieb ich trotzdem einfach bei der gängigsten Form. „Ihr“ und „Euch“.

„Wie Ihr wisst, habe ich einen unruhigen Schlaf und gehe nach de Aufstehen gerne spazieren. Außerdem habe ich Euch die letzten Nächte hier ebenfalls sichten können. So dachte ich, ich sollte mal nach dem Rechten schauen.“ Er hatte seine Klinge gesenkt, als ich mich zu ihm gedreht hatte.
Nun hob er sie wieder hoch und forderte mich zu einem Duell heraus. Ich grinste und hob auch mein Schwert, sodass sich unsere Klingen kreuzten.
Ich war mittlerweile fast so gut, wie er es war. Das schien ihn stolz zu machen. Um mich zu testen griff er mich hinterlistig mit einem Dolch an, als ich mein Augenmerk auf sein Langschwert hatte. Doch ich erkannte das blitzende Metall und konnte ihm mit einem geschickten Schwung den Dolch abnehmen und ihm meine Klinge an seinen Hals führen. Fast berührte ich seinen gräulichen Kinnbart, doch dann ließ ich die Spitze des Schwertes zu Boden sinken.
„Ahaha! Aaron, Ihr seid gut geworden! Ich hoffe aber, dass ihr trotz dessen nicht aufhört zu trainieren.“ Lachte Fayen mit einer tiefen und stolzen Stimme eines Ritters.

„Nun schmeichelt Ihr mir aber Mylord.“ grinste ich zurück.

„Mylord? Ach kommt schon, so habt Ihr mich schon lange nicht mehr genannt. Und ich erwarte es auch nicht von meinem besten Schüler, Kindchen.“

„Kindchen habt Ihr mich auch schon lange nicht mehr genannt!“

„Nun, jetzt wisst Ihr wie es sich anfühlt nicht wahr Kindchen?!“ er lachte erneut.

„Jeder andere Mann, hätte sich dieser Höflichkeit gefreut. Doch Ihr wollt wie ein normaler Mensch behandelt werden, obwohl Ihr ein Held seid! Ein Held und ein weiser Ritter des damaligen Königs Willhelm Zachary. IV.“

„Ihr solltet am besten wissen, dass ich nicht wie jeder andere Mann bin, mein Freund.“
Er lächelte mir zu und steckte sein Schwert in die Scheide.

Ich tat ihm gleich und zusammen gingen wir ein Stück weiter zu den Feldern und zu einem einsamen Baum.
Hier hatte ich ihn kennen gelernt, vor fast fünfzehn Jahren.
An diesem Tag fingen meine Erinnerungen an meine Kindheit an. Das, was zuvor alles geschehen war, tauchte nur manchmal Stückweit in meinen Träumen auf. Ich dachte an diesen Tag vor zehn Jahren zurück und erinnerte mich daran, dass Fayen mich in seinen Armen trug und mit seinem Mantel wärmte. Er war mit einem Pferd gekommen, hob mich zu sich hinauf und wir ritten in einer kalten und düsteren Nacht hierher. Zwei Personen standen hier an dem Baum. Heute weiß ich, dass diese zwei Menschen meine Eltern waren, doch an meine Mutter konnte ich mich auch nur wenig erinnern. Sie starb bereits zwei Jahre darauf, als ich mein fünftes Jahr auf der Erde wanden durfte.

„Aaron, Ihr solltet wohl besser zu Alex gehen.“ Er meinte meinen Vater, den Besten Schmied in ganz Gharun.
Ich musterte seine Gesichtszüge und schaute zum Himmel.

„Ihr habt Recht Fayen.“
Die Sonne war fast vollkommen Aufgegangen.
Das hieß, ich würde zu spät kommen, wenn ich mich nicht beeilte. Dann drehte ich mich wieder zu dem Ritter um, doch er war nicht mehr da.
Das war eine unangenehme Angewohnheit von ihm.
Ich versuchte ihn ausfindig zu machen, es konnte ja nicht sein, dass ein Mann aus Fleisch und Blut spurlos verschwinden konnte. Einige Meter entfernt sah ich ihn, in Richtung Dorf gehen. So rannte ich dem Mann hinterher, da ich mich sowieso beeilen musste, war das auch gut so.
Er war in seinem normalen Schritttempo gegangen, deswegen konnte ich ihn schnell einholen.
Er griff nach meiner linken Schulter und zog mich an seine linke Seite. Eine freundschaftliche Geste, die bedeutete, dass er mich gern hatte und sich Sorgen um mich machte.
Wir waren eigentlich recht schnell an dem alten Haus angekommen, indem mein Vater, meine kleine Schwester und ich lebten. In demselben Haus ging unser Vater auch seinem Beruf nach und verkaufte Waffen und Rüstungen.

„Wollt Ihr mit hinein gehen Fayen? Mein Vater wird sich sicherlich freuen.“ Fragte ich ihn freundlich, doch er schüttelte den Kopf.

„Verzeiht mein Freund, ich habe noch etwas zu erledigen. Kindchen, vergesst nicht, dass wir uns heute Nachmittag in der Taverne treffen.“
Dieser letzte Satz verwunderte mich, was wohl deutlich sichtbar war, doch Sir Fayen verabschiedete sich ungeachtet dessen von mir mit einem schiefen lächeln, das seinen grauen Kinnbart fast in die Schräge legte. In der Sonne verschwand seine Gestalt und darauf betrat ich Kopfschüttelnd das Haus meines Vaters.

Mit einem knarzenden Geräusch schloss ich die Tür hinter mir und blickte zu dem Feuerofen, an dem meist mein Vater, in die Arbeit vertieft, saß.
So aber nicht an dem heutigen Morgen.
Ich ging zu der Ablage der alten Schwerter und legte dort mein Trainingsschwert hinein.

Da mein Vater sich noch nicht sehen lassen hatte, machte ich derzeit schon einmal das Feuer im Ofen an, damit er gleich anfangen konnte, wenn er die Treppe hinunter kam.
Verschiedene Metalle legte ich für ihn bereit und reinigte seine vielen Arbeitsflächen. Danach setzte ich mich an den Ofen und betrachtete die Flammen, die meinen Augen das Träumen näher brachten. Ich dachte wieder an diesen Ritter in schwarz und schloss schon bald darauf meine müden Augen.

Einige Zeit danach wurde ich von eine kalten Hand angestupst und schnell erwachte ich.

„Vater! Ich habe Euch gar nicht hinunter gehen hören.“

„Guten Morgen Aaron, das wundert mich nicht, Ihr saht sehr müde aus, so dachte ich, ich lasse Euch noch etwas ruhen. Habt Ihr wieder so wenig Schlaf in der Nacht gefunden?“ seine Stimme klang rauer als sonst, was mir sofort auffiel.

„Immer wieder derselbe Traum, den ich seit einigen Tagen ertrage. Aber das ist unwichtig, es wird sich sicherlich bald zum Besseren wenden. Wie geht es Euch?“ ich wechselte schnell das Thema, da ich ihn nicht mit meinem sonderbaren Traum nerven wollte.

„Nunja …“ antwortete er simpel. Dann klopfte es an der Tür und ich erhob mich.
Es war ein Freund meines Vaters. Er nickte mir freundlich zu und wand sich dann schnell wieder an meinen Vater. Ihr Gespräch verlief sehr schnell und leise. Nach nur weinigen Minuten verließ der Mann unser Haus wieder und Alex, mein Vater, setzte sich zu dem Ofen.
„Das ging aber schnell“ meinte ich lächelnd.

„Aaron…“ sagte der Schmied mit einer Pause in dem Satz und blickte mir traurig in meine silbernen Augen. Seine dunklen Augen zeigten mir, dass etwas nicht stimmte. In ihnen sah ich das Feuer seiner Freude nicht mehr lodern. Irgendetwas war passiert, also setzte ich mich neben meinen Vater und betrachtete den braunhaarigen Mann sowohl neugierig, als auch mitfühlend.
„… Ihr müsst fort von hier.“ Beendete er den Satz mit einer monotonen Stimme, die bei dem letzten Wort abbrach.

Verwundert schaute ich ihn an. „Was meint Ihr mit, ´ich muss fort von hier`? Was ist geschehen?“

„Aaron… bitte Verzeiht mir. Es ist nur zu Eurem Besten, Ihr müsst am Leben bleiben. Die Zukunft ganz Cyrigen liegt in Euren Händen!“ Er griff meine Hände und schaute mich mit tränenden Augen an. „.. wir haben alle nicht damit gerechnet, nicht so früh…“
Ich verstand nicht was er meinte, doch bevor ich fragen konnte, erhob sich mein Vater und taumelte zu seiner Vitrine aus solidem Metall.
Daraus nahm er ein Schwert, welches fast schon Platin glänzte. Der Griff war mit den verschiedensten Verziehrungen verschönert und mit einigen durchsichtigen Edelsteinen geschmückt. Meine Augen wurde groß, so etwas Wunderschönes hatte ich noch nie gesehen.
Er überreichte es mir ehrwürdig.

„Das ist Amon Dîn. Es wird Euch ein wertvoller Verbündeter sein mein Prinz.“

„Vater, sagt was soll das? Wieso Prinz? Erklärt Euch doch bitte endlich.“ Bat ich ihn, doch er sagte kein Wort. Erst als ich das Schwert anhob und er gespannt auf die Steine schaute, die bei meiner Berührung violett wurden sagte er:

„Mein Prinz. Ich … bin nicht Euer Vater. Aber das heißt nicht, dass ich Euch nicht wie meinen eigenen Sohn liebe! Doch wir haben nicht viel Zeit, um alles zu Erklären. Es reicht vorerst, wenn Ihr wisst, dass Ihr Aaron, der Sohn des König Willhelm Zachary IV seid. Und Euer ganzer Name somit: Aaron Dylan Zachary Ist.“
Er brach in Tränen aus und ich stand einfach nur versteinert, mit dem Schwert in meinen Händen, da.

„Ihr wollt mir doch einen Narren aufbinden…!“ Doch als er den Kopf schüttelte und darauf auf die Tür und dann das Fenster starrte, schien er etwas gehört zu haben, auf dass er bereits verzweifelt gewartet hatte.

„Wir haben keine Zeit Aaron. Sir Fayen wird Euch alles erklären, doch nun… bitte geht!“

Ich folgte seinem Blick aus dem Fenster und sah wie einige bewaffnete Wachen in Häuser eindrangen und dessen Bewohner bedrohten.
Er huschte im Haus umher und durchforstete einige schäbige Schubladen. Anscheinend hatte er das gefunden, was er gesucht hatte. Darauf warf er mir einen vollen Ledergeldbeutel und einen Gurt für das Schwert zu. Dann zog an einem Schwertgriff an der Wand, worauf sich eine kleine Falltür öffnete, die wohl zu einem unterirdischen Gang führen würde. Ich wurde fast schon durch die Falltür geschubst und hörte nur noch:
„Seht nicht zurück und Lauft! Wir sehen uns in Horus.“
Dann schloss sich die Falltür wieder und es wurde dunkel. Ich schnallte mir den Gurt um, verstaute dort das Schwert und steckte den Geldbeutel in meine Tasche der dunklen Leinenhose. Vorsichtig versuchte ich mich nun blind voran zu tasten, doch da der Untergrund sehr uneben war, stellte sich dies als nicht sonderlich einfach heraus. Ich hatte mich wohl bereits einige Meter vorangetastet, als ich plötzlich hörte, wie zwei Personen mit sehr schweren Schuhen in unser Haus, das Haus des Schmiedes, eindrang. Die Wachen hatten nun also auch dieses Haus erreicht. Ich hörte, wie Viola, von der ich dachte, sie sei meine Schwester, schrie und hörte darauf ein dumpfes Knallen.
„Ich muss hier weg, was wäre, wenn sie mich hören? Was machen die dann mit Alex und der kleinen Viola?“ ging mir im Kopf herum und ich tastete mich schneller voran.
Dann erinnerte ich mich wieder, wie Fayen mich eben noch daran erinnerte, dass ich ihn nicht in der Taverne treffen sollte. Es ist mir dort bereits aufgefallen, da Fayen niemals Alkohol trinken würde und der Sinn des Satzes erst. Es war sicher ein Hinweis.
Dann tauchte in mir der Satz meiner Schwester auf: „Wenn jemand dir sagt, dass er dich nicht nicht mag, dann mag er dich. Er hat es ja doppelt verneint, und somit ist es die gespiegelte Wahrheit.“
Ich versuchte mich an den genauen Wortlaut zu erinnern… „Kindchen, vergesst nicht, dass wir uns heute Nachmittag in der Taverne treffen“ Also war die Taverne die erste Verneinung. Die Tatsche, dass er mich Kindchen zuvor nannte, sollte wohl auch ein Hinweis sein. Was wollte er mit diesem Kindchen? Ich war doch schon in wenigen Tagen 18. Dann verstand ich plötzlich was er gemeint hatte. Ich sollte ihn an dem Ort treffen, an den ich mich noch erinnern konnte, als ich ein kleiner Junge war. Dieser Ort war der alte Baum, beidem ich heute Morgen noch gewesen war. Das mit der Taverne könnte auch die Uhrzeit gesagt haben, da die Taverne erst am späten Vormittag öffnet.
Da das Rätsel gelöst war, musste ich jetzt nur noch den Ausgang finden. Ich tastete mich weiter nach vorne und hörte, wie Ratten an meinen Füßen vorbei liefen.
„Die kennen sicher den Ausgang, sonst würden sie hier nicht alle in die gleiche Richtung laufen. Außer dort befindet sich ihr Nest…“
Trotz diesem Gedanken ging ich weiter. Nach einigen Schritten fühlte ich, dass der Weg abzweigig wurde. „Na super.. und nun?“
Glücklicherweise hörte ich die Stimmen von Frauen an dem rechten Weg, so folgte ich diesen Stimmen, bis ich so langsam merkte, wie es heller wurde.
Ich hoffte, dass ich das Ziel bald erreicht haben würde und schritt in die Richtung des Lichtes.
Auch die Ratten waren hier Vorort und huschten an mir vorbei, was mir etwas Mut gab, richtig zu sein. Plötzlich wurde es ziemlich hell, als ich an der nächsten Abzweigung dem Licht folgte. „Geschafft!“
Ich stand in einer Einbuchtung in der Nähe des Marktplatzes, komisch, dass mir dieser Tunnel nie aufgefallen war. Doch gleich sollte ich wissen warum.
Ich machte zwei Schritte aus dem Tunnel hinaus und hörte, wie sich hinter mir etwas bewegte. „Hallo Aaron.“ Ich drehte mich erschrocken um.
„Du solltest dich umziehen, so erkennt man dich sicher.“
Es war George. Mein bester Freund in diesem Dorf, er schob einen Fels vor den Tunnel und lehnte sich dann erschöpft dagegen.

„George? Was machst du hier?“ Sein Blick war anders. Er schien bescheid zu wissen.

„Aaron, warum hast du mir nicht gesagt, dass du der Prinz bist? Dann hätte ich… mich anders verhalten.“

„Ich bin nicht der Prinz, ich weiß gar nicht was hier los ist… Glaub mir George!“

Doch er schien meinen Satz völlig zu ignorieren.
„Wenn ich dich mir genauer anschau, muss ich sagen, dass ich ein Trottel war, es nicht zu erkennen.“

„Was meinst du?“

„Mein Vater hat mir, vor einigen Jahren, ein Gemälde von König Willhelm IV und seiner Gemahlin Königin Yvette gezeigt. Du siehst aus, wie deiner Mutter aus dem Gesicht geschnitten. Weiße Haare, graue Augen und relativ feminine Gesichtszüge“

„Du glaubst das wirklich? Ich soll ein Prinz sein? Du kennst mich doch George, wie soll das denn gehen, wenn ich mein Ganzes Leben bei Alex war?“

„Aaron, ich hoffe, dass ich Euch noch so nennen darf. Der Prinz Aaron Dylan Zachary wurde im Alter von drei Jahren von Assasinen seines Onkels gerettet. Und Alex’s Frau hat nur Viola zur Welt gebracht, nicht Euch Aaron. Dein Retter soll Euch dem Schmied gegeben haben, damit Ihr ein normales Leben leben könnt, ohne ständig um den Tod zu bangen.”

“George, bitte. Bleib bei dem Du. Auch wenn du recht haben solltest, musst du mich nicht behandeln, wie ein adeliger Schnösel. Wir sind doch Freunde.”
Er sah so aus, als sei ihm ein Stein vom Herzen gefallen.

“Gut, das hat sich auch komisch angehört, oder?” er lachte laut.

„Nur ein wenig.“ Ich grinste ihn an und klopfte den Staub von meiner Kleidung.

„Hier nimm das. So werden dich die Wachen nicht erkennen. Und zieh das über deinen Kopf, deine weißen Haare kann man bis zum Fluss blitzen sehen.“
Er hielt mir einen dunkelbraunen Mantel mit Kapuze hin, welchen ich dankend entgegen nahm und gleich überstriff.

„Nun siehst du wie mein Vater aus, nur füllt sein massiger Körper den Umhang ganz aus. An dir sieht er viel besser aus.“
Sagte George ruhig, doch als er merkte, was er gerade gesagt hatte, fing er an zu lachen.
„Nein so war das nicht gemeint! Dir ist der Umhang einfach einige Größen zu groß.“

Ich lachte auch und winkte ab. „Schon in Ordnung, ich weiß was du meinst. Dein Vater hat eben einen schweren Knochenbau, seit er als Ritter entlassen wurde.“
„Das wäre wahrscheinlich deine erste Amtshandlung als König, ihn von diesem Leid zu erlösen, oder?“ meinte er grinsend.

„An Eurer Stelle, würde ich leiser sein. Immerhin ist seine königliche Hoheit auf der Flucht!“
Eine tiefe und alte Frauenstimme überraschte uns plötzlich. Wir drehten uns stumm zu der Stimme um und sahen nur wenige Meter neben uns eine alte Frau stehen.

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